Wieder mal was in eigener Sache - jetzt hab ich mal ein Interview gegeben:
http://www.freie-allgemeine.de/artik...erwald-stirbt/
In den vergangenen Jahren konnten gerade die Tageszeitungsverleger gewaltige Rationalisierungspotentiale realisieren – Dank ausgerechnet der Informationstechnologie. „Als ich vor 25 Jahren als Journalist auf der Schreibmaschine anfing, mussten die Verlage noch sieben Leute je Zeitungsseite in Redaktion, Texterfassung, Setzerei, Druckvorstufe und Druckerei vorhalten. Heute machen das Dank Zentralredaktionen und Ganzseitenumbruch gerade noch 0,5 Leute je Zeitungsseite in Redaktion und Druckerei. Die restlichen Jobs sind in den Jahren alle weggefallen.“ Die dabei realisierten Einsparungen gingen fast ausschließlich zugunsten der Verlage; bei den Redakteuren – die den Großteil der Mehr-Arbeit schultern mussten – landete davon wenig. Im Gegenteil – in den letzten Jahren versuchten immer mehr Zeitungsverlage, auch noch die Redaktionen outzusourcen und über nicht-tarifgebundene Zeitarbeitsfirmen einzusparen. „Doch jetzt ist die technologische Evolution im Zeitungsmarkt an ihrem Ende angekommen. Tageszeitungen, wie wir sie heute noch kennen, werden aussterben. Weil das Internet längst schneller, komfortabler und für alle Beteiligten – außer den Zeitungsverlegern – lukrativer ist.“


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